Pressemitteilung

Am Montag, 11. Januar 2016 hat die Inititative Offene Uni Heidelberg folgende Informationen an die Presse versandt:

Initiative „Offene Uni Heidelberg“ veranstaltet Beratungen zum Thema „Studieren in Deutschland“ für Geflüchtete

Ehrenamtliche Initiative hat im Dezember 2015 erneut zwei Informations- und Beratungstreffen für Geflüchtete durchgeführt. / Interessierte werden bei Anmeldung für Gasthörerschaft an der Uni Heidelberg unterstützt. / Appell an Universität, vorhandene Spielräume für Hochschulzugang von Geflüchteten zu nutzen. / Mehr Infos unter: www.offeneuniheidelberg.wordpress.com

Heidelberg. Bei zwei eigenständig organisierten Informations- und Beratungstreffen hat die Initiative „Offene Uni Heidelberg“ im Dezember 2015 mehr als 60 studieninteressierte Geflüchtete über das Schul- und Ausbildungssystem und vor allem die Studienmöglichkeiten in Deutschland informiert. In Einzelberatungen wurden im Anschluss mögliche Schritte zur Aufnahme eines Studiums besprochen. Die Mehrheit der Interessierten aus Syrien, Irak, Afghanistan, Togo und vielen weiteren Ländern hat bereits im Herkunftsland ein Studium begonnen, viele einen ersten Studienabschluss erlangt.

Im Gegensatz zu zahlreichen Universitäten in ganz Deutschland, wird ein solches Informationsangebot zum Studium bislang nicht von der Universität übernommen, sondern durch die Arbeit von Ehrenamtlichen abgedeckt, welche aktuell die Veranstaltungen organisieren.

In Folge des großen Interesses hofft die Initiative nun auf den Einsatz der Universität: „Bei unseren Infotreffen wurde deutlich, dass die Ursache der geringen Zahl an Studienbewerbungen von Geflüchteten mitnichten die mangelnde Nachfrage ist – sondern der fehlenden Unterstützung für studienwillige Geflüchtete von Seiten der Universität geschuldet sein muss“, so Alisa Macht, von der Initiative Offene Uni Heidelberg. So bestehen die verlinkten Hilfsangebote für Geflüchtete auf der Seite der Universität bislang aus Initiativen, die ehrenamtlich von Studierenden oder einzelnen Instituten bzw. Fachschaften gestemmt werden – das Angebote der Universität selbst umfasst lediglich die Sprechstunde der Flüchtlingsbeauftragten.

Die Zurückhaltung im Engagement für Geflüchtete von Seiten der Universitätsverwaltung überrascht auch im nationalen Vergleich. „Wer sich ansieht, welche Programme andere Universitäten auf die Beine gestellt haben, kann sich über den Status Quo hier in Heidelberg, an der ältesten Uni Deutschlands, nur wundern“, so Ulrike Duchrow vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg und Asyl-AK Heidelberg.

Die Initiative, in der sich auch Lehrende der Universität und Pädagogischen Hochschule Heidelberg engagieren, plädiert dafür, die zum Leitbild erhobene Weltoffenheit auch auf den Umgang mit Geflüchteten zu übertragen und hofft in diesem Jahr auf eine stärkeres Engagement der Universität Heidelberg und eine bessere Kooperation mit den Verantwortlichen.

 

Hier gibt es die vollständige PM als pdf.