Pressemitteilung

Am Donnerstag, 28. April 2016 hat die Initiative Offene Uni Heidelberg folgende Informationen an die Presse versandt:

 Initiative „Offene Uni Heidelberg“ startet eigenes Buddy-Programm für Geflüchtete

Großer Andrang beim Start des Buddy-Programms der ehrenamtliche Initiative. / Mehr als 50 Geflüchtete haben sich für das Sommersemester angemeldet. / Finanzielle Kosten sind weiterhin Hürden beim Hochschulzugang. / Mehr Infos unter: www.offeneuniheidelberg.wordpress.com

 

Heidelberg. Mit 116 Teilnehmenden u.a. aus Syrien, Irak, Pakistan, Iran, Afghanistan und Gambia ist das von der Initiative „Offene Uni Heidelberg“ in Kooperation mit Hd.net-Respekt! entwickelte Buddy-Programm ins Sommersemester gestartet.
In von der Offenen Uni zusammengestellten Teams aus Studierenden der Universität Heidelberg mit den Newcomern, sollen Geflüchtete beim Start ins Uni-Leben begleitet und in administrativen Fragen unterstützt werden. Als Teilnehmende des Buddy-Programms besuchen sie Vorlesungen im Rahmen der Gasthörerschaft, nehmen an regelmäßigen Gruppentreffen teil, knüpfen Kontakte mit Studierenden und vertiefen dabei ihre Deutschkenntnisse. Auch Teilnehmende, die noch nicht als Gasthörerende an der Universität angemeldet sind, aber ihre Sprachkenntnisse ausbauen möchten, werden von Sprachbuddys unterstützt.

Die teilnehmenden Heidelberger Studierende werden durch eine Schulung in interkultureller Kompetenz, Fragen des Asylrechts sowie des Hochschulrechts auf ihre Aufgaben im Buddy-Programm vorbereitet.

Ein grundsätzliches Problem in der Organisation des Buddy-Programms stellen die sehr hohen Fahrtkosten für die Geflüchteten dar, da viele aus den umliegenden Gemeinden und Städten Heidelbergs kommen und auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind. Aktuell versucht die Initiative die Geflüchteten in der Finanzierung zu unterstützen. „Doch das ist keine Dauerlösung. Hier muss der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (RNV/VRN) aktiv werden. Im Gegensatz zu anderen Verkehrsbetrieben gibt es in der Region bislang kein Sozialticket oder ähnliches für Geflüchtete“, so Alisa Macht, Mitglied der Initiative. Da die Teilnehmende des Buddy-Programms nicht als reguläre Studierende eingeschrieben sind, haben sie kein Anrecht auf ein Semesterticket und die Fahrtkosten können so schnell zur einer großen Hürde werden. Vor dem Hintergrund einer gerechten Teilhabe am öffentlichen Leben – und in diesem Fall dem Zugang zur Hochschule – plädiert die Offene Uni und ihre Partner*innen für eine bessere Unterstützung der Geflüchteten.

Hier gibt es die vollständige PM als pdf.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s