Grundidee Offene Uni

Die Universität als bedeutende Bildungsinstitution der Stadt Heidelberg sollte ebenfalls einen Beitrag in der Geflüchtetenarbeit leisten. Mit einem Programm für Geflüchtete könnte die Universität ein Zeichen setzen für eine Willkommenskultur, die auch in den akademischen Bereich hineinragt.

Durch die Teilnahme an diesem Programm werden Kontakte zwischen Geflüchteten und der Aufnahmegesellschaft erleichtert. Ein solches Programm kann außerdem dazu beitragen, der Fähigkeiten der Geflüchteten auszubauen und ein Signal zu senden, dass die Menschen die in diesen Tagen zu uns kommen, gewollt und wertvoll sind. Darüber hinaus wird die Universität als internationale Bildungsanbieterin gestärkt und der Status Heidelberg als internationale Wissenschaftsstadt unterstrichen.

Noch nie waren seit dem Zweiten Weltkrieg so viele Menschen auf der Flucht. In Heidelberg spiegelt sich die aktuelle weltpolitische Lage in der Etablierung einer Bedarfserstaufnahme (BEA) des Landes auf dem Gelände der ehemaligen US-Kasernen, des Patrick-Henry-Villages. Dort sind zurzeit etwa 3.700 Geflüchtete untergebracht, in Kürze sollen 75% der in Baden-Württemberg ankommenden Menschen zunächst hier registriert und untergebracht werden. In den kommunalen Unterkünften der Stadt wohnen darüber hinaus zusätzlich 600 Geflüchtete. Die Stadt hat sich bereit erklärt, in Kürze weitere 500 kommunal aufzunehmen.

Für Studierende und Akademiker*innen ist die Aufnahme oder Fortsetzung eines Studiums dabei aufgrund fehlender oder nicht anerkannter Dokumente sehr schwierig. Ein reguläres Studium an deutschen Universitäten ist mit vielen Hürden verbunden (Sprachnachweise, Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung). Den teilweise hochgebildeten Menschen, die in diesen Monaten zu uns kommen, bleibt der Weg zur Weiterbildung daher oft zu lange verschlossen.

Wie eine Öffnung der Universität aussehen könnte, seht ihr hier.