Konzept Offene Uni in Heidelberg

Die Initiative Offene Uni Heidelberg setzt sich dafür ein, dass der Hochschulzugang für Geflüchtete auf Grund der besonderen Umstände durch die Flucht erleichtert wird. Wir wollen Geflüchtete beraten, die einen akademischen Hintergrund haben oder einen Hochschulabschluss anstreben. Viele der Geflüchteten sind sehr daran interessiert, ihre durch die Flucht unterbrochene Bildung fortzusetzen und ihr in Sprach- und Integrationskursen erlerntes Deutsch anzuwenden.

Aktuell sind wir mit den Verwaltungen der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Gespräch um die Möglichkeiten hierzu auszuloten.

 

Unsere Ideen und Forderungen:

  • Einrichtung eines speziellen Programms mit festem Ansprechpartner*innen, Homepage etc.
  • Einrichtung einer Sprechstunde speziell für Geflüchtete
  • Zulassung der Geflüchteten als Austauschstudierende (Erwerb von Leistungsnachweisen möglich) – Erlass der Semestergebühren
  • Kostenloser Zugang zum Gasthörer*innen-Programm
  • Vereinfachung der Verfahren zur Einzelfallprüfung bei nicht vorhandenen Nachweisen/Hochschulzugangsberechtigung
  • Erhöhung der Plätze in studienvorbereitenden Sprachkursen
  • Schaffung von zusätzlichen kostenlosen Sprachkurskapazitäten (BAMF zahlt Sprachkurse nur bis B1-Niveau)
  • Erhöhung der Plätze am Studienkolleg
  • Beratung der Geflüchteten bei der Beantragung finanzieller Mittel
  • Verkehrsbetriebe: Kostenloses Semesterticket

 

Sprechstunde/Ansprechpartner*innen

An der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg wurde bereits Ulrike Riedling als Flüchtlingsbeauftragte benannt. Hier sind ihre Kontaktdaten sowie Sprechzeiten:

Flüchtlingsbeauftragte
Ulrike Riedling
Tel. +49 6221 54-2182
riedling@zuv.uni-heidelberg.de

SPRECHZEITEN

Dezernat Internationale Beziehungen Seminarstraße 2, Heidelberg, Raum 30

Mo bis Fr:
10:00 – 12:00 Uhr

Mo und Do:
13:30 – 15:30 Uhr

 

Geflüchtete als Austauschstudierende (Kurzzeitstudium)

Durch die Einschreibung von Geflüchteten als Austauschstudierende im Kurzzeitstudium (maximal 2 Semester) können diese bereits Leistungsnachweise erwerben ohne dass sie den gesamten Bewerbungsprozess durchlaufen müssen. Diese Nachweise können dann bei einer späteren Zulassung/Immatrikulation angerechnet werden.

 

 

Gasthörerschaft PLUS

Kurzfristig könnte die Gasthörerschaft in Kombination mit einem Rahmenprogramm von Sprachkursen und Mentoring den Geflüchteten weiterhelfen. Das Programm soll sich hierbei explizit auch an Geflüchtete richten, deren Antrag noch nicht entschieden ist. Geflüchtete mit offenen Asylverfahren könnten so durch das Gasthörer*innenprogramm PLUS die Zeit effektiv nutzen, anstatt passiv zu warten, bis das Asylgesuch entschieden ist.

Um als Gasthörer*in angemeldet zu sein, bedarf es keiner besonderen Qualifikationen, ein besonderer Schulabschluss ist nicht erforderlich.

Die Anmeldefrist für das Wintersemester: 1. August – 31. Oktober

(Sommersemester: 1. März – 30. April)

Es wäre begrüßenswert, wenn die Universität Heidelberg die Lage von Geflüchtete als Härtefall anerkennt und eine kostenlose Teilnahme am Gasthörer*innenprogramm gewährt und eine Bestätigung über die Teilnahme am Ende des Semesters ausstellt.

 

PLUS

Für Geflüchtete im Gasthörerschaft-Programm soll es besondere Möglichkeiten zur Sprachvertiefung geben in Form von studienbegleitenden Semester-Sprachkursen.

Außerdem sollen die Geflüchteten mit einem Mentoring-Programm unterstützt werden.

 

 

Hinführungsprogramm „Get started“

Nicht immer kann ein Studienwunsch unmittelbar verwirklicht werden, zum Beispiel aufgrund nicht ausreichender Deutschkenntnisse. Deshalb sollen Geflüchtete, die bereits Studienerfahrung haben, ein Programm zur Hinführung zum Studium (vgl. das Konzept der LMU München) besuchen dürfen, welches folgende Schritte beinhalten sollte:

  • ein Orientierungsgespräch über die bestehenden Möglichkeiten
  • Teilnahme an kostenlosen Deutschkursen sowie in ausgewählten Lehrveranstaltungen
  • zeitlich befristete Einschreibung im Rahmen des Hinführungsprogramms
  • Bestätigung über die Teilnahme am Hinführungs-Programm für Geflüchtete. Dieses ermöglicht bei erfolgreicher Absolvierung des Programms und der Erfüllung aller weiteren Voraussetzungen den direkten Zugang zum Studium.

 

Advertisements